DIE STRUKTUR DES LAO-NORDRHEIN E.V.

Struktur des Bundesverbandes Ambulantes Operieren (BAO)

Der Bundesverband Ambulantes Operieren wurde 1992 gegründet. Er hat heute ca. 1.100 Mitglieder, die zusammen jährlich ca. 500.000 Operationen durchführen. Nachdem der Verband anfänglich nur freiberuflich selbstständig tätigen Ärzten offen stand, wurde vor einigen Jahren auch die Mitgliedschaft für Ärzte, die freiberuflich und selbstständig am Krankenhaus arbeiten, ermöglicht. Seine Mitglieder kooperieren in der Regel intensiv mit ihrem jeweils zahlreichen Zuweisern; dadurch und durch die vielen Ämter der Mitglieder im Gesundheitswesen wirkt der Einfluss des Vereins in weite Kreise der Ärzteschaft.

Für einen Jahresbeitrag von zur Zeit 185,-€ können die Mitglieder des Bundesverbandes auch kostenfrei Mitglied in ihrem jeweiligen Landesverband werden.Unter dem Dach des Bundesverbandes haben sich 14 Landesverbände gegründet, die die Interessen der Operateure auf der Landesebene, besonders gegenüber den Landesgesundheitsministerien und der KV vertreten.

 

 

Struktur Landesverbände am Beispiel des LAO Nordrhein

Der Landesverband für Ambulantes Operieren (LAO-NORDRHEIN) vertritt in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für Ambulantes Operieren (BAO) auf Landesebene die Belange niedergelassener Operateure. Der LAO besteht zurzeit aus 97 Mitgliedern.
Die Gesellschaft repräsentiert einen fachübergreifenden Zusammenschluss derjenigen Praxen, in denen unter hohen Standards Eingriffe durchgeführt werden,
die zu einer Verringerung stationärer Leistungserbringung beitragen.
Kostenträger, KVen und Politiker suchen über den BAO den Kontakt zu Landesvertretungen; so geht es zum Beispiel um die Fachgremienarbeit im Rahmen der dreiseitigen Verträge, Vorschläge zur Übernahme regionaler OP-Kapazitäten und Machbarkeitsstudien zum zukünftigen Umfang des ambulanten Operierens im Länderbereich.
Die Gesellschaft hat das Ziel, Verhandlungspartner der Kostenträger, KVen und der Politik zu sein, um so ihre ambulant operierenden Mitglieder wirkungsvoll zu fördern.

Zusätzlich ist eine breite Information der Öffentlichkeit vorgesehen durch Pressearbeit, Informationsveranstaltungen und Verbreitung eines Verzeichnisses "Ambulantes Operieren".
Dieses Verzeichnis wird für den Bereich Nordrhein alle Mitgliedspraxen ausweisen, die operative oder anästhesiologische Leistungen erbringen und soll in allen mit dem Gesundheitswesen beschäftigten Organisationen vorliegen. Mit Ihrem Beitritt in den LAO unterstützen Sie die Ziele entsprechend den beigefügten Unterlagen. Die Satzung wird Ihnen auf Wunsch zugesandt.

 

 

Struktur lokaler Verbände am Beispiel der Kölner Gesellschaft für ambulantes Operieren

Protokoll der Gründungsversammlung der Kölner Gesellschaft für Ambulantes Operieren.

 

Die Versammlung fand am 17.12.1994 im großen Sitzungssaal (Raum 501) der Kassenärztlichen Vereinigung Köln, Sedanstr. 10 - 16 in 50668 Köln statt.

Tagesordnung:
TOP 1: Begrüßung
TOP 2: Warum noch ein Verein?
TOP 3: Politische Lage des Ambulanten Operierens
TOP 4: Vorstellung und Diskussion der Satzung
TOP 5: Vorstandswahl
TOP 6: Verschiedenes

TOP 1: Begrüßung
Die Versammlung wurde um 10.07 Uhr von Dr.med. Jürgen Zastrow eröffnet.
Versammlungsleiter war Herr Dr. Zastrow, Protokoll führte Frau Christina Goldberg. Anwesend waren 19 wahlberechtigte Personen.

TOP 2: Warum noch ein Verein?
Anschließend erläuterte Herr Dr. Zastrow die Aufgabenstellung des zu gründenden Vereins, der folgende Arbeitsbereiche umfaßt:
- Zulassung
- OP-Raum-Nutzung
- KV-Arbeit
- Qualitätssicherung
- Lokalpolitik
- Öffentlichkeitsarbeit.

Erläuterung 20.05.2004 durch Dr.Zastrow:
Die KGAO unterstützt Ärzte bei der Zulassung zur Abrechnung ambulanter Operationen über die gesetzliche Krankenversicherung. Sie informiert auch auf Anfrage über Bedingungen zum Ambulanten Operieren, zum Beispiel bei Bauvorhaben.
Die Förderung des ambulanten Operierens wurde immer wieder beschworen, aber in der Praxis nicht umgesetzt. Im Ergebnis liegen bei den meisten ambulanten Operationen die Kosten der Operation höher als das von der gesetzlichen Krankenversicherung dafür zur Verfügung gestellt Honorar. Viele Ärzte haben in der Hoffnung auf die Versprechungen der Vertreter von Politik und Krankenkassen in ambulanten Operationseinrichtungen investiert. Weil die Operationen jedoch nicht kostendeckend zu erbringen sind, werden viele OP Einrichtungen nicht so ausgelastet, dass sie kostendeckend arbeiten können. Andererseits schaffen viele ambulante Operateure immer neuer OP-Einrichtungen, die häufig wirtschaftlich nicht rentabel sind. Daher besteht eine der Hauptaufgaben der lokalen Gesellschaften in der Koordination der Kapazitäten an OP-Einrichtungen und -Möglichkeiten vor Ort; es ist immer wirtschaftlicher, eine andere OP-Einrichtungen mit zu nutzen, als eine eigene zu betreiben, wenn man diese nicht selbst zu mindestens 75% auslasten kann.
In der kassenärztlichen Vereinigung sind die ambulanten Operateure eine ungeliebte Minderheit, weil sie " teure" Leistungen erbringen; bei einem gedeckelten Gesamtbudget wie je der kassenärztlichen Vereinigung für alle Ärzte konnte dies unter Umständen zu einer Minderung des Honorars für andere Ärzte führen. Deshalb kämpfen die Verbände für ambulante Operationen seit vielen Jahren dafür, ambulanten Operationen außerhalb des Budgets zu vergüten; dies ist auch deswegen angemessen, weil ursprünglich Operationen zum Leistungsspektrum der Krankenhäuser gehörten und daher den ambulanten Sektor wirtschaftlich nicht belasten dürfen. Hierfür setzen sich die örtlichen Gesellschaften gemeinsam mit den anderen Verbänden gegenüber der kassenärztlichen Vereinigung und den Kostenträgern (private und gesetzliche Krankenversicherungen) ein.
Qualitätssicherung beginnt bereits beim Bau einer OP-Einrichtung mit der Beachtung der Bauvorschriften und der Vorschriften der Berufsgenossenschaften. Sie setzt sich fort beim Betreiben einer Einrichtung in den Bereichen Strukturqualität, Prozessqualität und Ergebnisqualität. Hierbei hilft oft der Rat der Kollegen vor Ort. Andererseits wird Qualitätssicherung über Hygiene-Richtlinien von staatlichen Institutionen gerne dazu missbraucht, durch Übertragung von unsinnigen Regelungen aus hoch subventionierten Krankenhäusern auf die ungeliebten selbst finanzierten Freiberufler diese in den wirtschaftlichen Ruin zu treiben. Die Verlierer der vom Staat angestrebte monopolistischen Krankenhauskultur sind die Krankenkassen, die dann im Krankenhaus für die gleiche Leistung das mehrfache bezahlen wie im ambulanten Bereich und die Patienten, die sich im Krankenhaus durch die dort gezüchteten Keime einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen oder mangels operativer oder finanzieller Resourcen im Gesundheitswesen überhaupt nicht mehr operiert werden und weiter an ihrer Krankheit bis zur Chronofizierung leiden müssen. Insofern ist die Vertretung einer wissenschaftlich fundierten und ausschließlich patientenorientierten Qualitätssicherung auch vor Ort ein wichtiges Anliegen der Gesellschaften für ambulante Operationen.
Aus den oben genannten Gründen wird erkennbar, wie wichtig es ist, die Interessen der ambulanten Operateure im Haifischbecken Gesundheitswesen auch lokal vor Ort, besonders in der Politik und bei Veranstaltungen zum Gesundheitswesen, zu vertreten.
Auch ist es wichtig, in der Öffentlichkeitsarbeit gegenüber den Medien sowohl neue Verfahren als auch das langjährige um hohe Leistungsniveau, die Patientenfreundlichkeit und die günstigen Kosten des ambulanten Operierens immer wieder herauszustellen.